Wie feiert man seinen Geburtstag, wenn man Andreas Reinhardt heißt?
Man lässt Freigetränke ausschenken, sechs Bands spielen und danach auch noch DJs auflegen, um daraus einen unvergesslichen Abend zu machen!
Es starteten Drunken Saints, die mit ihrer Musik - eine Mischung aus Folk, Punk und stimmungsvollen Trinkliedern - den Abend bestens einleiteten. Auch andersherum wurde richtig Stimmung gemacht, denn schon Früh war ein großes Publikum im Raum, um diese Band bestens zu unterstützen.
Trotz des schlechten Rufes der ersten Position, schafften es Drunken Saints als Starter sehr gut, eine ausgelassene Partystimmung zu erzeugen, die sich den ganzen Abend hielt, und mit großem Jubel wurde sogar versucht, die Band noch zu einer Zugabe zu verleiten. Leider lies dies der Zeitplan nicht zu ...
Hart, härter, Genocider! Auf der Geburtstagsfeier seines Bruder durfte Sebastian Reinhardt mit Genocider natürlich nicht fehlen.
Dass der schnelle, harte Thrashmetal manchen nicht so ganz gefiel, merkte man vor der Bühne überhaupt nicht. Dort standen nämlich Metaler, die ihre Köpfe zu jedem Song ausgiebig bewegt hatten.
Bei dem Cover von "Blitzkrieg Bob" kam noch einmal richtig Stimmung bei allen auf und lies so manchen durch den Raum tanzen.
Die Zeitplanung hat wohl nicht ganz so gepasst, also mussten noch ein paar Songs spontan gespielt werden. Das klappte aber wunderbar und so war der Auftritt insgesamt ein voller Erfolg.
Nun wurde es richtig laut; Ashes to Ember betraten die Bühne und schon beim Soundcheck zogen die zusätzlichen Dezibel durch alle Knochen. Vor der Bühne versammelte sich wieder das zahlreiche Publikum und wartete schon auf energiegeladene Songs wie "Bitter Harmony" und "Ballad of Fear".
Die fünf Jungs spielten so energisch, dass sich alles vor der Bühne einfach mitbewegen musste. Lustige, wenn auch peinliche, Überraschung: Als Steve mit seiner Gitarre vor der Bühne spielte, war von ihm nichts mehr zu hören - Das Kabel war zu kurz ...
Was darf bei solch einer Band nicht fehlen? Genau, die Wall of Death! Also teilte sich das Publikum und mit Dominiks Kommando rannten die Massen aufeinander zu.
Zum Schluss heizten Ashes to Ember noch mit "Angel of Devastation" die Stimmung weiter an und verabschiedeten sich dann von der Bühne und dem tobenden Publikum.
Hamms beste Band durfte bei dieser Veranstaltung natürlich nicht fehlen. Gut Platziert zwischen zwei Metalbands hatten Tonträger mit ihren Songs schon eine ziemlich schwierige Stellung. Das meisterten sie aber sehr gut und ließen im Publikum Partylaune aufkommen.
Das Erstaunlichste des Abends war wohl die Wall of Death bei Tonträger. Ziemlich überrascht machten Robin und co. bei dem Wunsch des Publikums mit und so gab es an diesem Abend die wohl erste Wall of Death zu deutschem Pop/Rap/Funk.
Nach nur wenigen Songs verließen sie allerdings die Bühne und ließen erleichterte Gesichter bei den Metalern und etwas enttäuschte bei den Fans zurück.
Metal vom Feinsten bekam man nun von Rules of Engagement zu hören. Energiegeladene Songs bildeten zusammen mit der riesigen Motivation der Band eine außerordentlich gute Mischung.
Das ohnehin schon begeisterte Publikum wurde selbst in die Songs mit einbezogen. So holte Kris jemanden aus dem Publikum auf die Bühne, der seine gelassene und freudige Stimmung nun dort austanzte. Ein Mädel aus der ersten Reihe durfte sogar mitgröhlen. Sichtlich überrascht über ihr Talent überlies Kris ihr sogar für kurze Zeit das Mikrofon. Auch Henning genoss sichtlich das Spielen vor, mit und im Publikum.
Die außergewöhnlichste Band des Abends war wohl Frankies Freakshow.
Extra angereist aus dem fernen Kiel freuten sie sich sehr über ihren zweiten Auftritt in Hamm.
"So etwas hat es in Hamm noch nicht gegeben", sagte einst Ralf von Ashes to Ember nach dem ersten Auftritt in Hamm beim Alternative Meltdown III. Und auch diesmal war die Begeisterung groß, als diese für Hamm ungewöhnliche Band auf der Bühne stand.
Mit den Kostümen und der Bühnenshow machten sie ihrem Namen alle Ehre und bespielten mit Schockrock á la Marilyn Manson und co. die tobende Masse vor der Bühne. "Let's Dance!" lautete es in einem Song und genau das setzten auch alle um.
Was wir schon bei anderen Bands des Abends vorgefunden hatten durfte bei Frankies Freakshow auch nicht fehlen: die Wall of Dea-... äh, Love. Ja genau, Franky forderte auf zur Wall of Love! "Make love, not war" ...
Als sich der Auftritt dem Ende neigte, wurde es noch einmal richtig laut. Das Publikum rief im Chor so laut nach einer Zugabe, dass es dann noch etwas auf die Ohren gab.
Von Metal bis Folk, von Wall of Death bis Wall of Love - So abwechslungsreich wurde wohl noch kaum ein Geburtstag gefeiert. Den ganzen Abend über war ein großes Publikum anwesend und ebenso viele haben mitgetanzt, mitgejubelt, mitgetrunken ...
Und so wird wohl vielen diese Veranstaltung als DIE Geburtstagsfeier des Jahres in Erinnerung bleiben.
Die Fotos des Abends findet ihr hier




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