Rund 400 Besucher kamen am Freitagabend, dem 15.05.09, in das Stein-Gymnasium, um mit ihrer Musik ein Zeichen gegen Rechts zu setzen.
Mit viel Aufwand wurde das Stein-Gymnasium geschmückt, so z.B. mit einem riesigen pinken Banner, auf welchem "Kein Sex mit Nazis!" stand; eine klare und vor allem auffallende Ansage!
Zusätzlich stand eine Fotowand in der Nähe der "Theke"(welche aus zusammengeschobenen Tischen bestand) mit etlichen Fotos von Schülern der Schule, die der rechten Szene "die rote Karte" zeigen.
Doch nun zu den Bands:
Nur mit Akustikgitarren bewaffnet zog My Unwritten Diary als erste Band in den Kampf. Mit ihrem ruhigen und harmonischen Songs wie "Halleluja" unterhielten sie das noch schmal belegte und scheinbar entspannte Publikum. Man erhielt somit ein wenig den Eindruck einer ruhigen und friedlichen Hippie-Demo, wären da nicht die ganzen Leute in schwarzen Klamotten gewesen :)
Als zweite Band folge Rockage, die Schülerband des Stein-Gymnasiums. Auf ihrem Programm standen Cover wie "Down in the past" oder "Jerk it out" sowie eigenkreierte Songs. Durch die Größe der Band und das zahlreiche Austauschen der Gitarristen, Bassisten(innen), Schlagzeuger und Sänger(innen) zog sich das Programm zwar ein wenig hin, war aber dennoch unterhaltsam, nicht zuletzt durch die Spanne der Stilrichtungen mit z.B. Punkrock àla Avril Lavigne in Verbindung mit Indie àla Mando Diao.
Die "Drunken Saints" verführten mit einem Mix aus Punk und "Irish Folk" im Stile von Flogging Molly zum Tanz; ein bunter Mix aus Pogo, Skanking und Headbanging war zu sehen und es machte wirklich Spaß, sich bei dieser Band bis zum Letzten zu verausgaben.
Sie füllten den vorgesehenen Bereich der Pausenhalle des Stein-Gymnasiums fast vollkommen und schraubten die Stimmung um einiges in die Höhe, wenn auch im Verlaufe des Auftritts die Zuschauerzahl ein wenig zurück ging.
Nun folgten Rules of Engangement, welche mit ihrem Auftritt Hennings Geburtstag feierten. Ausgelassen sang das Publikum, vor allem von Seppo motiviert "Zum Geburtstag viel Glück", was die Stimmung bereits zum Anfang aufheizte. RoE rockten auf die gewohnte Art und Weise mit Klassikern und neuen Liedern, welche die Stimmung bei den Metalbrüdern ins unermessliche hoben, was in einer Wall of Death sowie einem Moshpit gipfelte.
No Desire führte den Feldzug gegen die rechte Gewalt fort, allerdings leider mit einem sehr schmal besetzten Pulikum. Dies lag wohl weniger an der Band, sondern vielmehr an der fortgeschrittenen Uhrzeit, da das Publikum dieses Jahr im Schnitt verhältnismäßig jung schien. Das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch; die ehemaligen Stein-Schüler freuten sich in ihrer alten Schule das von ihnen eingeführte Konzert "Rock gegen Rechts" rocken zu dürfen. Das Quartett verführte zum Tanz durch bekannte Songs aus ihrer Setlist wie "on the prowl" oder "world on fire".
Alles in Allem wieder einmal ein Rock gegen Rechts, welches sich gelohnt hat. Hoffentlich war es laut genug, dass Sturm Werries und die Kameradschaft es gehört haben!
Olli & Pedda


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